Warum dein Podcast nicht perfekt klingen muss – und was wirklich zählt
Shownotes
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Viele Menschen starten keinen Podcast, weil sie glauben, Technik, Sound und Equipment müssten von Anfang an perfekt sein. In dieser Folge räumen wir mit genau diesem Mythos auf.
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Podcast Creator – Folge 08: Warum dein eigener Podcast nicht perfekt klingen muss
Transkript (wortgetreu, SEO-aufbereitet für Podigee)
[Sprecher: Felix]
Warum dein eigener Podcast nicht perfekt klingen muss. Moin, ich bin Felix und ich bin
[Sprecher: Henning]
Henning. Du bist selbstständig oder auf dem Weg dorthin.
Du willst mit einem Podcast voll durchstarten, also potenzielle Kunden informieren und
konstant Vertrauen aufbauen. Und das Ganze mit Substanz. Dann bist du hier genau richtig.
Wir sind die Podcast Creator und liefern Podcast Lösungen, die zu dir passen. Let's go.
[Sprecher: Felix]
Das wird die Hassfolge für alle audiophilen Podcast-Hörer unter euch, weil wir jetzt sagen, was man alles
vielleicht gar nicht so unbedingt braucht.
[Sprecher: Henning]
Ja, auf jeden Fall. Wenn ihr mit eurem Podcast startet und dann sagt, ja, was brauche ich denn,
damit der auch gut klingt oder perfekt klingt? Seid ihr jetzt dem perfekten Ton von den Podcast
Creatoren gewohnt und wollt das natürlich genauso auch haben? Da ist natürlich die Hürde
ganz gut. Und da fällt mir ein Bild ein, was mir eingespielt wurde.
Ich weiß jetzt gar nicht mehr, wo es war. Ich glaube, es war eine WhatsApp-Story, weil Social
Media sonst nutze ich ja gar nicht mehr. Da war so ein Bild, das stand so Done is better than
perfect.
Und bei perfect war so ein Schreibfehler eingebaut, hier noch ein E rein und so. Und so ähnlich,
würde ich sagen, ist es auch beim Podcast. Also done is better than perfect.
[Sprecher: Felix]
Ich konnte das Bild gut lesen. Es war natürlich ein Schreibfehler drin, der wurde dann korrigiert.
Blöd wäre natürlich, wenn das Bild nicht zu erkennen gewesen wäre oder wenn ich erst rätseln
hätte müssen, was da steht.
Oder aus irgendwelchen Gründen. Keine Ahnung. Wenn ich das handschriftlich gemacht hätte,
hätte ich meine eigene Schrift vielleicht nicht lesen können.
Dann wäre das Ziel, sage ich mal, auch verfehlt. Dann wäre es auch nicht perfekt, aber dann
wäre es so schlecht, dass es halt auch nicht okay ist. Und genauso ähnlich ist es eigentlich auch
mit dem Podcast.
[Sprecher: Henning]
Ja, das sehe ich auf jeden Fall so. Wenn du mal überlegst, ich weiß nicht, es kommt dir sicherlich
auch bekannt vor, das Thema hatten wir auch schon, haben wir schon mal drüber gesprochen.
Es gibt so Podcasts da, also jetzt ohne hier zu ranten, aber es gibt Podcasts, da kannst du nicht
wirklich zuhören, weil der Sound zu schlecht ist.
Das gibt's ja auch. Könntest du einen benennen?
[Sprecher: Felix]
Nee, nee. Und weißt du warum? Weil ich habe nämlich auch oder könnte ich einen benennen? Jetzt einfach nur, damit ich im Hinterkopf einen
habe, weil dann fällt einem ja vielleicht noch was dazu ein.
Aber natürlich können wir den nicht benennen, weil du schaltest weg und er ist weg.
[Sprecher: Henning]
Ja, und ich dachte erst, deswegen fand ich es cool, dass wir letztens erst drüber gesprochen haben. Ich
dachte nämlich erst, liegt das jetzt nur daran, weil wir so scheiß Technik-Nerds sind und sagen,
okay, ist voll wichtig, dass der Sound perfekt klingt oder nicht.
Aber nein, es ist nicht so. Du hast gesagt, deine Freundin sieht das genauso. Sieht das
hundertpro genauso, wenn der Klang nicht gut ist.
Er muss nicht perfekt sein, aber er sollte schon okay oder gut sein.
[Sprecher: Felix]
Genau, das glaube ich aber,
das versuchen wir auch heute hier mitzugeben. Also es geht jetzt nicht darum, dass du den
perfekten Sound brauchst.
Wie gesagt, wie jetzt vielleicht wir hier in deinem Studio, aber du verkaufst das ja auch
professionell. Du hast ja ein Podcast-Studio. Das ist nochmal was anderes.
Hier hängen Mikrofone für ein paar hundert Euro und so weiter. Das ist ja und Akustik generell
ist hier natürlich extrem gut aufgebaut. Darüber sprechen wir nicht.
Also es geht jetzt einfach darum, dass man schon trotzdem Sound braucht, den man sich gerne
anhört oder den man gerne hören kann.
[Sprecher: Henning]
Und ich glaube, das, was wir jetzt meinen mit Podcast,
wo man sofort abschaltet, das ist dann so blechern zum Beispiel oder vielleicht im
schlechtesten Fall mit dem Handy aufgenommen.
[Sprecher: Felix]
Ja, Handy auf dem Tisch und dann liegt das
vielleicht noch irgendwo nebendran.
[Sprecher: Henning]
Oder was ich auch ganz oft mitbekomme, dass Leute denken, ja, ich habe mir jetzt ein Mikrofon
gekauft. Das ist doch ein gutes Mikrofon. Und dann steht das aber irgendwo in der Ecke und
dann ist man, sage ich mal, gewillt zu denken, dass dieses teure Mikrofon muss jetzt quasi in
jeder Situation gut klingen.
Aber das stimmt natürlich nicht.
[Sprecher: Felix]
Ja, also es ist egal, wie viel du für dein Auto bezahlst. Tanken
und zum TÜV solltest du trotzdem gehen, weil sonst bleibt es halt stehen, egal wie teuer das
war.
[Sprecher: Felix]
Henning, so als Technik-Experte – Basics & No-Gos
Sag uns doch mal, Henning, so als Technik-Experte, das bist du ja von uns beiden. Ich
stehe ja eher so fürs Thema Marketing. Du bist ja eher so der Technik-Nerd, würde ich sogar
sagen.
Sag doch mal einfach so ein bisschen Basic-Tipps, wirklich einfach mal Step für Step. Was ist
denn wichtig und was sind absolute No-Gos? Du hast jetzt schon mal so ein bisschen
angerissen, aber ich meine, hier hört jetzt auch der ein oder andere zu, der vielleicht sagt, hey,
ich habe hier noch ein altes Mikro, das ist eigentlich gut, oder ich habe noch gar keins. Was
wären denn so deine Basissachen?
[Sprecher: Henning]
Also ganz, ganz wichtig ist natürlich gerade, wenn du
startest mit deinem Podcast und du hast Technik, dann nutzt die.
Also kauf nicht unbedingt dir direkt ein teures Mikrofon, sondern versuch erst mal aus dem,
was du hast, das Beste rauszuholen. Und das kannst du am besten machen, indem du natürlich
ausprobierst und so ein paar Sachen beachtest.
Also ich sage immer, wir nehmen ja den
Podcast, nehmen wir unsere Sprache auf.
Das heißt, erst mal kommt ja Ton aus unserem Kopf, Mund, Hals. Da wird ja unsere, die Stimme
quasi und die Akustik produziert und die soll über ein Mikrofon aufgenommen werden. Und wir
wollen natürlich die Stimme hören und nicht, keine Ahnung, die Waschmaschine, die irgendwo
ist oder ein Lüfter, der irgendwo läuft.
[Sprecher: Henning]
Störgeräusche vermeiden – Mikrofonabstand (Faustregel)
Das heißt, wir sollen natürlich andere Geräusche vermeiden und andere Geräusche auch im
Verhältnis in die Ferne stellen. Das heißt, also mit der Stimme, die ich zeigen will, gehe ich
natürlich auch ordentlich nah an das Mikrofon ran. Und ich sage immer Faustregel.
Das
heißt, zwischen meinem Kopf und dem Mikrofon passt immer genauso ein Faust. Das
heißt, so 10 bis 20 Zentimeter Sprechabstand zum Mikrofon ist ideal. Richtig schön nah
rangehen und dann ist das Mikrofon auch so ein bisschen, wenn ich gerade ausgucke, ist das
rechts oder links von mir, damit die Windgeräusche, die ich beim, oder den Wind, der aus
meinem Mund rauskommt beim Sprechen, damit der nicht vom Mikrofon aufgenommen wird.
[Sprecher: Felix]
Was ist denn so mit Popschutz?
[Sprecher: Henning]
Genau, das hilft. Also Popschutz für alle, die nicht wissen, was
es ist. Es gibt verschiedene Versionen.
Einer, der ist so eine Art, wie so eine runde Spannvorrichtung, wo so eine Art Strumpfhose dran
ist. Wenn man da dagegen pustet, dann wird quasi der Wind so ein bisschen zerstreut und
dann kommt das nicht so direkt auf die Kapsel. Andere sind wie so Schaumstoffe, die man über
das Mikrofon machen kann.
Da gibt es dann die verschiedensten Versionen.
[Sprecher: Felix]
Aber es ist auch voll wichtig, oder?
[Sprecher: Henning]
Es ist, naja,
im Prinzip ist es, der Popschutz macht erst mal den Klang schlechter, weil ja etwas zwischen,
oder weniger klar, weil ja etwas zwischen der Quelle, also unserer Stimme und der Kapsel ist.
Aber der Kompromiss ist meistens besser, weil die Windgeräusche mehr Störung machen, als
der Popschutz dann, sag ich mal, an Klang wegnimmt.
[Sprecher: Felix]
Das ist, glaube ich, total wichtig, auch so als Basis wirklich darauf zu achten, dass keine, weil
das ist übrigens auch so ein Punkt, das waren auch schon Gründe, warum ich abgeschaltet
habe. Wenn ich einen Podcast gehört habe und du hast permanent so ein Poppen oder so
Windgeräusche, die man kaum hören kann, weil sie einfach unangenehm sind. Ich bin da auch
irgendwie komischerweise sehr empfindlich.
[Sprecher: Henning]
Gibt es wahrscheinlich auch... Man muss aufpassen, weil man macht ja auch dann, es gibt ja so
Sachen, wenn du dann irgendwie anfängst, auf irgendwas zu achten, dann wird das auf einmal
immer präsenter für dich. Aber das ist auch wieder eine subjektive Wahrnehmung.
[Sprecher: Felix]
Aber du
hast ja auch gesagt, deinen ersten Podcast hast du jeden Atmer rausgeschnitten.
[Sprecher: Henning]
Total. Weil wenn wir jetzt hier so sprechen, wir atmen natürlich auch, man hört es auch, aber es
ist nicht so schlimm. Und wenn du aber darauf achtest, kann es sein, dass es anfängt, dich zu
nerven und dann fängst du an, so rumzuschneiden.
Jetzt kam ein schöner Atmer.
[Sprecher: Felix]
Deswegen, nicht perfekt. Ist doch egal, wenn man mal einen
Atmer hört.
[Sprecher: Henning]
Das ist auch natürlich. Das ist natürlich und das haben wir ja, wenn wir uns mit Leuten
unterhalten, atmen die ja in der Regel auch. Deswegen ist es nicht so schlimm.
[Sprecher: Felix]
Ich glaube, das ist auch so ein falscher Gedanke, dass man irgendwie denkt, es muss ultimativ
perfekt sein, dass ich mir es selber sogar anhören kann. Das ist vielleicht sogar auch ein krasser
Denkfehler, weil ganz ehrlich, am Ende entscheidet sowieso deine Zuhörerschaft. Die
entscheiden, wenn du merkst, es wird angehört, dann hast du alles richtig gemacht.
Außerdem bleib so, wie du bist, sprich auch so, wie du bist. Also fang nicht anders jetzt. Wir
machen auch ganz oft so hier Gedankenpausen, wenn wir einfach versuchen, nach den Worten
zu ringen und uns den Satz zu bauen.
Wir lesen halt unseren Podcast nicht vor, sondern es ist ein Gespräch. Und man soll uns ja auch
irgendwie kennenlernen. Das tust du ja auch so.
Du würdest ja auch nicht bei einem Gespräch jetzt irgendwie anfangen, zu cutten, also zu
schneiden und irgendwie so, ja, okay, nach einem Satz höre ich wieder auf oder ich atme nicht
mehr. Gibt es einen Anwendungsfall, wo ich wirklich nur schnell den Text mir anhören will?
Eigentlich würde mir nichts einfallen. Das ist dann schon fast eher so ein Hörbuch.
[Sprecher: Felix]
Hörbuch vs. KI-Stimmen – Verständlichkeit zählt
Geiles Thema. Gut, dass du es gerade gesagt hast. Ganz kurzer Einwurf an der Stelle.
Ich finde auch, wenn du, ich weiß nicht, ob du da so am Start bist mit irgendwie Hörbüchern. Es
geht mir meistens zu lange. Es gibt doch verschiedene Apps mittlerweile.
Und ich habe tatsächlich irgendwann gesagt, weißt du was, wenn ich spazieren gehe oder sonst
was, eigentlich mag ich das, wenn ich dann nichts höre. Aber ab und zu dachte ich mir so, ach
komm, haust du dir mal Fachwissen rein und lässt dir dann so ein Buch vorlesen. Und da gibt es
einen riesen krassen Unterschied, ob du irgendwie KI-Stimmen hast, ganz katastrophal.
Deswegen habe ich die meisten direkt gekündigt. Bei KI muss man immer in Klammern setzen.
Noch?
[Sprecher: Henning]
Ja, aber ja, aber auch so.
[Sprecher: Felix]
Du hast dann manchmal schlechten Ton gehabt. Da hast du irgendwie so einen blechernden
Ton, der dir so ein Buch vorliest. Und ich habe mir immer gedacht, nach einer Minute, nee,
sorry ey.
Wie bei Chess-TBT, wenn du mit dem sprichst und teilweise so Worte verschluckt werden. Oder
früher Google-Übersetzung oder so. Nein, aber weißt du, was ich meine? Und da war es auch
so, da habe ich mir auch immer gedacht, ey, nimm das doch mal vernünftig auf, damit du auch
gerne zuhörst.
[Sprecher: Henning]
Ja, ich hatte neulich einen Kunden, die haben auch ein Lehrvideo gemacht mit so einem Avatar,
mit einer Avatar-Stimme. Und da habe ich mir auch gedacht, warum habt ihr das nicht einfach
vorgelesen? Ich habe doch keinen Bock, so einem Avatar zuzuhören. Also wenn der jetzt nicht
wirklich mich so krass täuscht, dass ich denke, okay, das ist jetzt der Ingo, der da spricht, wird
wahrscheinlich in nicht so allzu ferner Zukunft so sein.
Aber warum soll ich denn so ein Avatar machen? Dann lies es doch vor.
[Sprecher: Felix]
Ja, sehe ich auch auf
jeden Fall genauso. Ich meine, was soll das? Das macht ja dann irgendwie auch keinen Spaß.
Aber wenn ich dich richtig verstanden habe, ist schon so Verständlichkeit extrem wichtig.
[Sprecher: Henning]
Ja.
[Sprecher: Felix]
Und halt einfach,
ja, vielleicht hast du noch weitere Tipps.
[Sprecher: Henning]
Tools nutzen, Raumakustik verbessern, nicht overthinken
Genau, wir waren jetzt beim Mikrofon. Also ich habe gesprochen, ich
spreche ins Mikrofon, dann das Mikrofon ist halt dann irgendwo angeschlossen, wahrscheinlich
ein Laptop. Und dann kommt es halt darauf an, wie versiert du mit deinem Laptop bist, was
Audio angeht.
Also du kannst ja auch, keine Ahnung, wenn du zum Beispiel Filmmaker bist und kennst dich
mit deinem Schnittprogramm aus, dann nimm deinen Podcast mit dem Videoschnittprogramm
auf und exportier es als Audio.
[Sprecher: Felix]
Ja, so habe ich es früher gemacht.
[Sprecher: Henning]
Also ja, nimm die Tools, die du
kennst, gerade am Start.
Und ja, weil du willst ja auch schnell zum Ergebnis kommen. Es bringt jetzt nichts, dass du dir
nochmal irgendwie fünf Programme zulegst und googlest und was jetzt das Beste ist. Und
dann wollen dir wieder fünf Influencer irgendwelche Presets verkaufen.
Und ja, mach einfach erst mal. Und wenn du merkst, dass Feedback sagt dir, keine Ahnung,
deine Freunde, Bekannte sagen dir hier, das geht gar nicht, kann dir nicht zuhören. Ich würde
dir gerne deinen Podcast hören, weil ich dich mag.
Aber ist nicht. Dann kannst du ja was machen oder was ändern. Dann bleib weiter hier dran an
unserem Podcast.
[Sprecher: Felix]
Dann bleib an unserem Podcast dran. Vielleicht gibst du den ein oder anderen Tipp zur Podcast
Produktion.
[Sprecher: Henning]
Genau.
Und dann, ja, ich weiß, ich brauche jetzt nicht auf Processing irgendwie eingehen, sondern
nimm es vernünftig auf. Guck, dass dein Raum nicht ganz zu hallig ist. Geh nicht direkt an die
Wand.
Am besten irgendwie der Raum muss am wenigsten deinem Badezimmer entsprechen. Also
Bücherzimmer ist gut. Ihr Wohnzimmer mit Couch.
Also alles, was irgendwie Teppich hat und wo der Schallgut aufgenommen und zerstreut und
reflektiert wird, absorbiert wird, ist gut. Und ansonsten geh ordentlich nah ans Mikrofon. Das
ist eigentlich das Wichtigste.
[Sprecher: Henning]
Dann kannst du auch in der Küche aufnehmen. Wenn du schön nah dran bist an deinem
Mikrofon, dann brauchst du nämlich auch gar nicht so laut sprechen. Und dann gibt es auch
nicht so viel Hallen nebenher.
[Sprecher: Felix]
Handtuch über Kopf – DIY-Aufnahmebooth
Sehr geil. Weißt du, was ich damals gemacht habe, Henning? Ich habe mir wirklich einfach ganz
am Anfang, als ich das noch im Keller meiner Eltern aufgenommen habe, die ersten
Podcastfolgen. Das war schön.
[Sprecher: Henning]
Da war ich auch zu Gast.
[Sprecher: Felix]
Ja, da habe ich tatsächlich mir ein Handtuch über den Kopf gelegt.
[Sprecher: Henning]
Ja, das ist perfekt.
[Sprecher: Felix]
Ist das sinnvoll?
[Sprecher: Henning]
Ja, das ist sinnvoll. Absolut. Krass.
Baust dir quasi deine eigene Aufnahme-Booth. Gibt ja auch bei Tomann so kleine Dinge. Das ist
eigentlich für Sänger und Rapper.
Da hast du quasi so einen kleinen Akustik-Karton, wo du ein Mikro drin hast oder reinklemmen
kannst. Und dann stehst du da, aber dann siehst du halt nichts mehr. Ich glaube, da ist noch
gerade Platz für ein A4-Blatt.
Kannst du dir noch ein paar Stichpunkte hinlegen. Aber ja, das funktioniert. Kannst du die in
deinen Kleiderschrank setzen.
[Sprecher: Felix]
Ist das so?
[Sprecher: Henning]
Rein theoretisch ja. Ja, es geht halt um das Volumen von den Stoffen. Ja, also halten
eigentlich auch Gardinen und so auch ziemlich geil.
[Sprecher: Felix]
Ja, die meisten Gardinen sind ja relativ dünn.
[Sprecher: Henning]
Aber dann halt so Akustik-Molton oder so was.
Oder halt mehrere Gardinen oder die Gardinen, die du im Winter hast oder so.
Weißt du, wenn du so... Es gibt doch für die Tür so die, die so die Kälte draußen halten sollen.
Sowas ist auch super. Je mehr Stoff, je schwerer das ist.
[Sprecher: Felix]
Ach, deswegen sind wahrscheinlich auch manchmal, habe ich schon öfter mal auf YouTube
gesehen, wenn jemand einen Podcast in einem Hotelzimmer aufnimmt und die Hotels haben
immer so krass viel Teppichboden oder oft. Das klingt mega gut.
[Sprecher: Henning]
Ja klar, weil da überall Teppich
ist.
Und wenn du richtig krass audiomäßig durchdrehst und dir das wichtig ist, ich folge so einen
YouTube-Kanal, wo es halt um Audio-Technik geht. Der nimmt alle seine Videos auf und hat
eine Akustik-Decke auf dem Tisch auch. Man sieht den Tisch nicht.
Aber jetzt hier der Tisch, da reflektiert ja die Stimme wieder direkt. Das ist eigentlich wie so ein
kleines Echo. Ist jetzt, finde ich, zu vernachlässigen.
Man muss es halt, auch ich muss es nicht perfekter haben. Aber wenn du es perfekt haben
willst, dann ist hier noch Akustikstoff auf dem Tisch drauf. Das klingt halt auch noch mal besser.
Aber es ist halt ein Rabbit Hole.
[Sprecher: Henning]
Rabbit Hole vermeiden – Erfahrung sammeln
Und deswegen würde ich sagen, nehmt erst mal das, was ihr
habt und probiert damit aus, was am besten klingt. Weil ihr könnt unglaublich viel Geld
ausgeben für Mikrofone, Zubehör und tralala.
Es ist ein echtes Rabbit Hole.
[Sprecher: Felix]
Ja, und wenn da dann trotzdem die Umgebung null passt, dann
wird es auch nicht. Also wird es vielleicht ein bisschen besser, aber wird jetzt auch nicht der
Top-Qualität.
[Sprecher: Henning]
Ja, und nur Geld ausgeben reicht halt nicht, sondern ihr müsst halt auch die Erfahrung
sammeln. Was passiert denn, wenn ich wie in das Mikrofon reinspreche? Ganz wichtig natürlich
auch noch, jedes Mikrofon hat eine Richtcharakteristik. Das heißt, ihr müsst auch in der
richtigen Richtung in das Mikrofon reinsprechen, nicht hinten rein oder so.
Da gibt es zumindest auch so Markierungen.
[Sprecher: Felix]
Stimmt, da gibt es ja, das ist mir tatsächlich auch
schon passiert. Du sprichst auch immer Mikrofon vorbei, aber wir müssen ja nicht perfekt sein.
[Sprecher: Henning]
Das ist mir auch schon, nee, ist mir tatsächlich auch
schon öfter passiert.
[Sprecher: Felix]
Oder was heißt öfter,
aber damals auch. Da hatte ich so ein altes Rode und... Das Rode NT1-A, das kann man nämlich
schön auch mal von hinten besprechen.
Das habe ich nämlich ein paar Mal gemacht. Da dachte ich mir so, sag mal, wieso ist denn der
Sound so unfassbar schlecht? Es kann sein, dass ich dich sogar damals mal angerufen habe,
hast du auch gemeint, hast du geguckt, dass vorne der goldene Punkt ist?
[Sprecher: Henning]
Ja, genau.
[Sprecher: Felix]
So, nee, ja,
okay, krass.
[Sprecher: Henning]
Ja, ja, ja, einfach so basics. Das sieht vorne und hinten gleich aus. Und das ist jetzt nicht so wie
so ein Schuh SM7B hier.
Das sieht man natürlich, wo man reinsprechen soll. Und bei dem gibt es quasi so wie so ein
vorne und hinten. Das sieht fast gleich aus.
[Sprecher: Felix]
Fazit – Nicht perfekt, aber hörbar: Quick Wins
Ja, ja, krass. Ich finde, du hast jetzt richtig geile Basics auf jeden Fall hier mitgegeben. Richtig
starke Mehrwerte für jeden, der oder für jede, die jetzt einen Podcast starten möchte.
Ich würde sagen, so als Fazit ist es trotzdem echt wichtig, das nicht zu overthinken, nicht
irgendwie zu sehr... Das geht halt ganz schnell. Ja, kennt man irgendwie, dass man dann sagt
so, boah, nee, aber jetzt habe ich es nicht ultimativ perfekt. Ist ja auch irgendwie klar, weil es ist
ja ein Tool für unser Business, für unsere Arbeit, dafür, womit wir unser Geld verdienen.
Und es ist ja ganz klar, dass wir das dann auch sehr gut machen wollen.
[Sprecher: Henning]
Ja, aber man kann es ja
einfach immer weiter verbessern. Genau.
[Sprecher: Felix]
Also ganz ehrlich, wenn ich mir meine ersten Folgen anhöre, da war die Qualität
verhältnismäßig zu heute schlecht. Aber sie war vollkommen ausreichend. Sie war schon so,
dass man... Ist nicht so, dass man direkt abschaltet.
[Sprecher: Henning]
Nein, genau.
[Sprecher: Felix]
Und das ist, glaube ich, das, was du halt vermeiden musst. Das ist vielleicht auch
echt so der Quick-Tipp jetzt hier aus dieser Folge.
Guck halt, dass du jetzt nicht im Badezimmer aufnimmst, wie Henning gesagt hat. Guck, dass
du im besten Fall nicht jetzt übers iPhone aufzeichnest oder so. Sondern ja, guck einfach... Vom
Mikrofon schön nah am Mund sozusagen.
Und nicht zu nah, damit halt diese Windgeräusche nicht... Die Faustregel von Henning.
Faustregel beachten. Es gibt nicht auf die Fresse, aber es gibt die Faustregel.
[Sprecher: Henning]
Ja, die Faustregel, immer eine Faust entfernt vom Mikrofon.
[Sprecher: Felix]
Das ist ganz witzig, weil Henning,
wenn wir hier beide sprechen im Studio, zeigt er mir das permanent und ich achte einfach gar
nicht. Ich ignoriere ihn einfach komplett.
Und er sagt immer am Ende so, sag mal, ich habe dir fünfmal eigentlich gezeigt, dass du
irgendwie mal näher ans Mikro sollst. Ich gehe auch immer weiter weg vom Mikrofon. Ich gehe
da manchmal einfach weiter oder lehne mich so zurück und so.
Und er machte, ja, aber das gehört irgendwie auch so ein bisschen dazu. Ich bewege mich ja
irgendwie viel, wenn wir hier quatschen.
[Sprecher: Henning]
Ja, aber ist echt eine gute Regel mit der Faustregel.
Gerade wenn du jetzt allein sprichst. Du darfst trotzdem dabei bleiben.
[Sprecher: Felix]
Ja, das ist cool.
Das ist aber lieb. Ich sage dir dann rechtzeitig Bescheid, wenn es zu krass wird. Dann stecke ich
dir das Mikrofon wieder ins Gesicht.
[Sprecher: Felix]
Interviewgäste: Abstand & Raumigkeit vermeiden
Ja, aber das ist auch mal vielleicht auch noch ein nächster Quick Win hier von dieser Folge.
Wenn du Interviewgäste hast, ganz, ganz wichtig, da muss man wirklich dann krass drauf
achten. Ich meine, wir sind ja jetzt schon Pros.
Aber wenn du jemanden hast irgendwie und du stellst zwei Mikros auf, ganz häufig schon
erlebt, dass dann jemand einfach wirklich sich einen Meter zurücklehnt oder so. Das kennt ihr
auch vielleicht selber von anderen Podcasts. Dann denkst du manchmal so, hey, wieso höre ich
die denn jetzt so schlecht? Ist ja super nervig.
Und das finde ich auch übrigens ein Grund, warum man manchmal dann sagt, boah, nee, kann
ich mir nicht so gut anhören. Wenn es dann zu raumig klingt, ne?
[Sprecher: Henning]
Wenn ich jetzt hier das
Mikrofon so...
[Sprecher: Felix]
Ja, stell mal vor.
[Sprecher: Henning]
Genau, jetzt bist du quasi einen halben Meter weg oder einen
Meter.
Und ich habe richtig wichtig, wenn ihr das hört, müsst ihr unbedingt festhalten, dass...
[Sprecher: Felix]
Genau,
da merkt man schon, wie krass nervig es ist.
[Sprecher: Henning]
Und jetzt gehen wir wieder ran, so Faust... Moin,
ich bin wieder da. Hallo.
[Sprecher: Felix]
Faustformel.
[Sprecher: Henning]
Faustformel. Die Henning-Faust-Formel.
[Sprecher: Felix]
Henning-Faust-Formel. Faustregel finde ich eigentlich besser, weil es hat sowas von Hausregel.
[Sprecher: Henning]
Ja, finde ich gut.
[Sprecher: Felix]
Hausmeister Henning und die Faustregel.
[Sprecher: Henning]
Genau, sehr gut. Also ich hoffe, es bleibt bei euch im
Kopf.
Und ansonsten freuen wir uns natürlich, wenn ihr dranbleibt. Es wird hier noch mega
spannend, kann ich euch jetzt schon sagen, denn wir werden relativ häufig auch über weitere
Mikrofone, Setups sprechen, damit du auch wirklich das Maximum aus deinem eigenen
Podcast rausholen kannst. Alles, was du brauchst, damit dein Podcast erfolgreich wird,
verhandelst du hier in unserem Podcast bei den Podcast Creators.
Und wir freuen uns dann aufs nächste Mal. Wir hören uns.
[Sprecher: Felix]
Sehr stark, dass du bis hierhin
drangeblieben bist.
Wir hoffen, dass du einiges mitnehmen konntest. Und damit wir das ganze Projekt auch weiter
durchziehen können, freuen wir uns über dein Abo. Und wenn du magst, hinterlass uns auch
gerne Bewertungen.
Also bleib gespannt auf die nächste Folge. Wir hören uns. Deine Podcast Creator.
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